Design & Ausstrahlung
Die Leguan Figur aus Kunstharz für den Außenbereich zeigt das Reptil mit dem dritten Auge — auf dem Scheitel gelegen registriert es nur Schatten und Licht, aber es reicht: der Leguan erkennt Raubvögel ohne aufzuschauen.
Der Rückenkamm aus hornartigen Schuppen der sich vom Nacken bis zum Schwanzansatz zieht ist das Merkmal das die Leguan Figur von jeder anderen Eidechsenfigur unterscheidet. Der abgeflachte Körper, der lange sich verjüngende Schwanz und der Kehlsack unter dem Kinn vervollständigen die Form. Naturgetreue Bemalung in Grün und Braun — eine Variante zeigt den Leguan in leuchtendem Grün, das den Jungtieren und kleineren Figuren entspricht; große Figuren zeigen das ausgewachsene Tier in dunkleren Grau-Grüntönen. Eine Variante zeigt den Leguan auf einem Ast: die Haltung die das Tier wählt wenn es sich wärmt und beobachtet.
Bedeutung
Das Wort „Leguan" stammt aus dem Taíno — der Sprache eines karibischen Volkes das binnen weniger Jahrzehnte nach 1492 fast vollständig verschwunden ist. „Iwana" war das Taíno-Wort für das Reptil; die spanischen Kolonisatoren übernahmen es und es gelangte in alle europäischen Sprachen. „Leguan" ist heute eines der wenigen Taíno-Wörter die im Alltag überlebt haben — zusammen mit Hurrikan, Kanu und Hängematte.
In Mesoamerika und der Karibik war der Grüne Leguan das „Huhn der Bäume" — „Gallina de palo" auf Spanisch — weil sein helles Fleisch nach Geflügel schmeckte und weil er sich in Baumwipfeln aufhielt. Maya, Azteken und die Völker der Karibik jagten Leguane als primäre Proteinquelle. Als die katholische Kirche das Fleischessen in der Fastenzeit verbot, stellte sich die Frage: ist der Leguan Fleisch oder Fisch? Papst Pius V. entschied 1569 dass der Leguan wegen seiner Kaltblütigkeit und seiner Nähe zum Wasser dem Fisch gleichzustellen sei — das Reptil hatte damit seinen festen Platz im kirchlichen Kalender.
Als Gartenfigur steht der Leguan für das Tier das in absolutem Stillstand vollständig präsent ist: beobachtend, geduldig, ohne Eile.
Einsatzbereiche
Die Leguan Figur braucht einen strukturierten Untergrund — auf Kiesbett, Naturstein, Holzdielen oder einer Mauerkrone wirkt das Tier, auf freier Rasenfläche verliert es seine Wirkung. Der Leguan liegt im Untergrund, nicht darüber.
Kleine Figuren setzen einen Akzent zwischen Steinen oder auf einem Fensterbrett; größere Figuren auf Mauerkronen oder Gartenterrassen setzen einen sichtbaren Blickpunkt. Die Variante auf dem Ast passt an Pergola, Holzpfahl oder Treibholz — überall wo der Leguan klettern würde wenn er könnte. In Kombination mit Natursteinen oder Kiesflächen entsteht ein trockenes Landschaftsbild das an den natürlichen Lebensraum des Tieres erinnert.
Hinweise zur Pflege von Kunstharz-Figuren finden sich in den Pflegetipps.