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Honigliköre aus echtem Honig

Ein Honiglikör beginnt nicht beim Honig, sondern bei einer fertigen Spirituose: Erst wird gebrannt, danach kommt echter Honig dazu. Das unterscheidet ihn vom Met, bei dem der Honig selbst vergärt. Und es erklärt, warum die Grundspirituose den Charakter vorgibt — die Süße folgt ihr, nicht umgekehrt.

Dunkle, kräftige Brände geben der Süße Tiefe; etwa beim Honig Rum aus Jamaika wirkt der Honig dadurch weich und rund. Klare, herbe Destillate gehen den entgegengesetzten Weg: Ein Tresterbrand wie Grappa behält seine Kante, und der Honig legt sich darüber, ohne sie zu glätten. Fassgereifte Spirituosen wie Malt Whisky bringen eine dritte Richtung mit — Holznoten aus dem Eichenfass, die erst im Abgang richtig hervortreten.

Selbst Brände, die man eher von der Theke kennt, verändern mit Honig ihren Charakter. Aus Agave etwa wird so ein Likör, der näher an einem Digestif liegt als am schnellen Glas mit Salz und Zitrone.

Als Mitbringsel hat sich die Halbliterflasche bewährt: ausreichend für mehrere Abende und trotzdem klein genug, um nicht nach Vorrat auszusehen.

Verwendung

Honigliköre werden pur und gekühlt getrunken, nicht auf Eis — Wasser verdünnt die Süße und nimmt dem Honig die Struktur. Nach dem Essen kommen die kräftigen Varianten mit Rum und Whisky besser zur Geltung, klare, herbe Sorten wegen ihrer Kante auch davor. Angebrochene Flaschen gehören kühl und dunkel; der Zuckeranteil macht sie haltbarer als klare Spirituosen, Licht und Wärme verändern den Geschmack trotzdem. Zum Verschenken lassen sich zwei Flaschen mit unterschiedlicher Grundspirituose besser kombinieren als zwei Varianten desselben Grundstoffs.

Aus dem Bienenstock stammen auch die Bienenwachskerzen aus reinem Bienenwachs.
Als Mitbringsel passen außerdem die Souvenirkerzen.

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