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Weihnachtsdeko

Design & Ausstrahlung

Weihnachtsdeko ist die einzige Saisondeko, die mit Licht als Material arbeitet. Alles andere — Farbe, Motiv, Oberfläche — ist darauf abgestimmt: Gold und Silber werfen Kerzenschein zurück, Rot wirkt im warmen Licht tiefer als im Tageslicht, Glas und Glimmer streuen. Deshalb sieht diese Deko am Tag anders aus als am Abend, und die Aufstellung sollte für den Abend gedacht sein.

Der Motivbestand gliedert sich in drei Bereiche. Figuren zeigen Nussknacker, Wichtel, Winterkinder, Weihnachtspaare und Tiere im Winterkleid. Lichtträger sind Teelichthalter und Stücke mit eingebauter LED. Und Holz- und Metallmotive liefern Bäume, Sterne und Geschenkpakete.

Verarbeitet werden Holz, Keramik, Kunstharz, Magnesia und Metall, dazu Kunstfell an Mützen und Beinen. Diese Materialbreite ist typisch — keine andere Saison mischt so viele Werkstoffe in einem Arrangement.

Bedeutung

Das Fest liegt nicht zufällig auf dem 25. Dezember. Das Datum ist im Neuen Testament nicht genannt; die römische Kirche setzte es im vierten Jahrhundert fest, und es fiel mit der Wintersonnenwende und dem Fest des Sol Invictus zusammen. Damit erklärt sich das Leitmotiv Licht: Von diesem Punkt an werden die Tage wieder länger, und das war der Anlass zu feiern, lange bevor er einen christlichen Namen bekam.

Das Tannengrün folgt derselben Logik. Immergrüne Zweige waren in Mittel- und Nordeuropa Zeichen des überlebenden Lebens, weil sie als einzige Pflanzen den Winter sichtbar durchhalten. Der geschmückte Baum im Zimmer ist dagegen jung — nachweisbar ab dem sechzehnten Jahrhundert im Elsass, verbreitet erst im neunzehnten.

Auch die Farbkombination hat eine Herkunft. Rot und Grün waren die Farben der mittelalterlichen Paradiesspiele, die am 24. Dezember aufgeführt wurden: der grüne Baum und die roten Äpfel als Verweis auf Adam und Eva. Die roten Kugeln am Baum sind der Rest dieser Äpfel — und ihre Glasausführung entstand im Thüringer Lauscha, als die Glasbläser ab etwa 1850 Kugeln als Ersatz für das teurere Obst bliesen.

Einsatzbereiche

Vier Flächen tragen den größten Teil: Esstisch, Fensterbank, Sideboard und Eingangsbereich. Der Tisch bleibt unter Augenhöhe der Sitzenden, die Fensterbank darf höher bespielt werden, weil sie von außen gelesen wird.

Wirkungsvoll sind Gruppen mit einer Basis — Tablett, Holzbrett, flache Schale —, weil sie den Aufbau zusammenhalten und in einem Griff wegräumbar sind. Figuren wirken in Reihen und absteigenden Größen geordneter als verstreut.

Bei offenem Licht gilt: eine hitzeunempfindliche Fläche, Abstand nach oben und nichts Brennbares darüber — Gardinen, Zweige und Papierschmuck bleiben mindestens eine Armlänge entfernt; Teelichthalter tragen nur Teelichte. Trockenes Tannengrün brennt sehr schnell — bei echten Gestecken lohnt der Wechsel auf LED, sobald die Nadeln fallen.

Bemaltes Holz verträgt keine Feuchtreinigung. Glaskugeln lagern einzeln in Papier gewickelt, nicht im Beutel. Nach der Saison trocken und lichtgeschützt einlagern, weil Rottöne auch in der Kiste ausbleichen und Textil in geschlossenen Kunststoffboxen Stockflecken ansetzt.

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