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Street Art Deko

Design & Ausstrahlung

Street Art Deko ist der Versuch, eine Kunstform ins Regal zu holen, die ortsgebunden entstanden ist — und die Objekte lösen das, indem sie die Straße mitbringen. Deshalb stehen neben den Figuren Mauerstücke mit Torbogen, die die Wand selbst ins Regal holen.

Drei Motivgruppen bilden den Kern. Die Tierfigur ist ein klassisches Motiv, das eine Straßenoberfläche bekommt: ein Gorilla mit Farbtropfen, Giraffen, Mops, Ballonhund und Pferd im Graffiti-Druck. Das Objekt holt einzelne Motive aus dem Repertoire der Straßenkunst — Kussmund, Rollschuhe, zwei Hände, die ein Herz formen. Und das Mauerstück mit Torbogen zitiert die Wand selbst.

Gearbeitet wird in Kunstharz, bedruckt und glänzend lackiert; nur die Mauerstücke bleiben matt in Ziegeloptik.

Bedeutung

Street Art und Graffiti sind nicht dasselbe, und der Unterschied ist für die Deko wesentlich. Graffiti arbeitet mit Schrift und richtet sich an die eigene Szene — ein Tag ist eine Signatur, die andere Sprüher lesen. Street Art arbeitet mit Bildern und richtet sich an alle Passanten. Sie entstand in den Achtzigern und Neunzigern aus der Graffiti-Bewegung heraus, als Künstler von Buchstaben zu Figuren wechselten.

Die Schablone wurde dafür zur entscheidenden Technik. Ein vorbereitetes Stencil lässt sich in Sekunden aufsprühen, was bei einer verbotenen Arbeit den Unterschied macht, und es erlaubt, dasselbe Motiv an vielen Orten zu wiederholen — so entsteht Wiedererkennung ohne Namen. Blek le Rat begann damit Anfang der Achtziger in Paris, Banksy machte das Verfahren weltweit bekannt.

Darin liegt die Spannung, die diese Deko-Objekte tragen. Street Art war unerlaubt, vergänglich und kostenlos; als Figur im Wohnzimmer ist sie genehmigt, dauerhaft und bezahlt. Wer sie aufstellt, holt ein Zeichen für Widerspruch in einen Raum, in dem niemand widerspricht — und genau dieser Bruch ist der Grund, warum die Stücke so deutlich auffallen.

Einsatzbereiche

Ein Street-Art-Objekt braucht keine Unterstützung durch die Umgebung, sondern Platz. Auf einem freien Sideboard, einem Beistelltisch oder in einer Regalnische mit einfarbiger Rückwand kommt es zur Wirkung; zwischen mehreren bunten Stücken heben sich die Farben gegenseitig auf.

Thematisch passen Sichtbeton, Metallregale, unverputzte Wände und dunkle Holzflächen. In einer Einrichtung mit warmen Naturtönen funktioniert ein einzelnes Stück als bewusster Gegensatz, mehrere wirken unruhig.

Größere Bodenfiguren stehen richtig neben der Eingangstür oder am Treppenfuß, wo sie die Passage zitieren, aus der sie kommen.

Bedruckte Oberflächen bleichen in direkter Sonne mit der Zeit aus. Gereinigt wird trocken oder mit klarem Wasser — Lösungsmittel und Alkohol lösen Sprühfarbe an. Abstehende Teile wie Ohren, Hörner und Schwanz sind bruchgefährdet und brechen zuerst.

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