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Design & Ausstrahlung

Die Sau Figur aus Kunstharz für den Außenbereich zeigt das produktivste Haustier der europäischen Landwirtschaft — ein einziges Muttertier bringt in einem Jahr mehr Nachkommen zur Welt als jedes andere Nutztier, weil die Sau das Prinzip der Fruchtbarkeit nicht symbolisiert, sondern mit zwei Würfen pro Jahr belegt.

Die Figur zeigt das Tier in seiner natürlichen Körperfülle: breiter Rücken, tiefer Bauch, kräftige Beine nah am Boden. Die naturalistische Bemalung in Rosa und Beige macht das Tier sofort erkennbar — das Schwein braucht keine Erklärung, weder als echtes Tier noch als Figur. Die Sitzhaltung oder die stehende Position zeigt das Schwein am Boden, weil das sein natürlicher Ort ist. Keine andere Gartenfigur wirkt unplausibler auf einem Sockel.

Bedeutung

Auf dem vormodernen Bauernhof war die Sau das wichtigste einzelne Tier. Sie lieferte keine Milch, keine Wolle, keine Arbeitskraft — aber sie vermehrte sich. Zwei Würfe pro Jahr, bis zu vierzehn Ferkel pro Wurf. Die Sau war die lebende Vorratskammer: wo andere Tiere eine Leistung erbrachten, erzeugte sie Nachschub. Das Schlachten eines Schweins im Herbst war auf dem deutschen Bauerngut keine Einzelmaßnahme sondern ein Jahresziel — das Schwein war der Wintervorrat der in Beine läuft.

Die Redewendung „Schwein gehabt" kommt aus dem Mittelalter, und das gemeinte Schwein war ein echtes. Bei Turnieren und Wettkämpfen erhielt der letzte Teilnehmer als Trostpreis ein lebendes Schwein — nicht als Beleidigung, sondern als echten Wert. Ein Schwein war auf dem Hof nützlich, ein Schwein war Fleisch, Fett und Ferkelmutter. Der Verlierer bekam damit etwas das ihm half. Das „Schwein" wurde zum Begriff für unerwartetes Glück, weil die Enttäuschung durch den nützlichen Trostpreis abgefedert wurde.

Das Glücksschwein ist seit dem 19. Jahrhundert fester Teil der deutschen Neujahrsüberlieferung — als Marzipanfigur, auf Glückwunschkarten und als kleines Figürchen neben Kleeblatt und Schornsteinfeger. Die Verbindung von Schwein und Glück ist älter als diese Tradition: das Tier stand für Vorrat und Wohlstand, und wer ein Schwein hatte, hatte etwas.

Als Gartenfigur steht die Sau für das Tier das in jeder Sprache mehr bedeutet als es aussieht.

Einsatzbereiche

Die Sau Figur gehört auf den Boden — im Beet, am Beetrand, auf dem Rasen oder neben einem Gartenweg wirkt sie wie ein Tier das gerade steht oder sitzt. Platzierungen erhöht auf Mauern oder Sockeln wirken unnatürlich: das Schwein gehört zum Boden, nicht zum Sockel. In Kombination mit anderen Bauernhof-Figuren wie Huhn oder Ziege entsteht eine lockere Hofszene die keiner weiteren Dekoration bedarf.

Hinweise zur Pflege von Kunstharz-Figuren finden sich in den Pflegetipps.

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