Die Ziegen Figur aus Kunstharz für den Außenbereich zeigt das älteste domestizierte Nutztier Europas — die Ziege wurde vor etwa zehntausend Jahren zuerst in den Bergregionen des Zagros-Gebirges gezähmt, weil sie auf kargem Bergland noch Milch und Fleisch liefert wo Rinder und Schafe bereits verhungern.
Design & Ausstrahlung
Die Figur erscheint in zwei Grundtypen. Das Ziegenbaby zeigt das Jungtier in stehender Haltung: die langen dünnen Beine leicht gespreizt für den noch unsicheren Stand, der runde Körper, der Kopf schräg nach oben oder zur Seite gerichtet — eine Haltung die den Charakter des Kitz genau trifft, weil junge Ziegen nie lange ruhig stehen. Der Ziegenbock zeigt das adulte Tier mit den typischen Hörnern: bogig nach hinten beim weiblichen Tier, breiter und kräftiger beim Bock. Das Braun des Fells ist naturgetreu gehalten; der schmale Kinnbart des Bocks ist das Detail das die Form vom Schaf unterscheidet.
Bedeutung
Das Auge der Ziege hat eine rechteckige, waagrecht liegende Pupille — eine Form die unter Säugetieren ungewöhnlich ist. Diese Pupillenform entstand weil Beutetiere ein möglichst weites horizontales Sichtfeld brauchen: die querrechteckige Öffnung ermöglicht es der Ziege, bei gesenktem Kopf trotzdem noch fast die gesamte Umgebung im Blick zu haben — eine Schutzreflexanpassung die zeigt dass die Ziege trotz aller Domestizierung immer noch als Beutetier denkt.
In der nordischen Mythologie besitzt Thor zwei Ziegen: Tanngrisnir und Tanngnjóstr — „Zahnknirschender" und „Zahnknirrscher". Thor schlachtet sie abends für die Mahlzeit und belebt sie am nächsten Morgen mit seinem Hammer wieder, solange die Knochen unversehrt aufbewahrt werden, weil die Ziege für das Prinzip des erneuernden Opfers steht — verbraucht und wieder gemacht.
Der Gott Pan in der griechischen Mythologie hat Ziegenbeine und Hörner, weil er der Schutzgott der Hirten und Herden war, der in der Zeit vor den Olympiern direkt aus der Schäferwelt stammte. Diese Ziegenmerkmale übernahm die frühe christliche Ikonographie für die Darstellung des Teufels, weil die Kirche die heidnischen Hirtengötter als dämonisch umdeutete.
Einsatzbereiche
Die Ziegen Figur gehört in naturnahe Gartenbereiche: am Beetrand zwischen Wildstauden, neben Steinmauern oder auf einer Böschung wirkt die Figur im passenden Terrain. Das Ziegenbaby setzt durch die Kitz-Proportionen — runder Körper, wackelige Steh-Haltung — einen sofort lesbaren Gartenakzent der auch aus größerem Abstand erkennbar ist. Der Ziegenbock als Einzelfigur gehört auf einen Platz mit etwas Freifläche vor sich. Zusammen mit einer Schaf-Figur entsteht ein Bauernhof-Motiv das sich ohne weitere Elemente selbst erklärt. Da Kunstharz keine Feuchtigkeit aufnimmt und frostbeständig ist, bleibt die Figur ganzjährig im naturnahen Außenbereich ohne saisonalen Witterungsschutz zu benötigen.
Hinweise zur Pflege von Kunstharz-Figuren finden sich in den Pflegetipps.