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Auswahl & Wirkung

Gartenfiguren für den Eingang entscheiden was ein Besucher als Erstes vom Haus sieht — und weil der Eingang die einzige Stelle im Garten ist die jeder Gast passiert, trägt die Figur hier mehr Gewicht als an jedem anderen Ort.

Die Figuren die den Eingang tragen müssen einen Blick aushalten — den Blick des Besuchers der eintritt, und den Blick des Bewohners der heimkehrt. Geeignet sind deshalb Motive mit klarer Haltung und direkter Frontansicht: Hunde in sitzender Pose, Gartenzwerge mit aufrechter Körperhaltung, Engel mit gefalteten Händen, stehende Figuren mit Blickrichtung nach außen. Aus Kunstharz gefertigt stehen die Figuren in wetterwechselnden Eingangsbereichen — unter Vordächern, neben der Tür, auf freier Treppe — und behalten ihre Farben unter Regen und Sonne.

Bedeutung

Der Eingang ist in fast allen Kulturen ein markierter Ort. Römische Villen hatten Janus-Büsten am Tor, ägyptische Tempel Sphingen, chinesische Häuser Steinlöwen, buddhistische Anlagen Wächterfiguren — das Motiv ist immer dasselbe: die Figur trennt innen von außen, und sie tut es nicht nur als Dekoration, sondern als Markierung dass hier ein Übergang stattfindet. Wer eintritt, tritt in eine andere Sphäre ein, und die Figur zeigt das an.

In der europäischen Hauskultur hat sich diese Funktion über Jahrhunderte gewandelt — aus dem schützenden Wächter wurde der Willkommens-Grüßer. Der Gartenzwerg mit erhobener Hand, die Engelfigur am Eingang, die Hundefigur die auf ihrem Platz sitzt — sie signalisieren dem Ankommenden dass er erwartet wird. Damit hat der Eingang im privaten Garten eine Funktion behalten die im städtischen Raum weitgehend verschwunden ist: einen markierten Übergang vom öffentlichen in den privaten Bereich.

Diese Funktion erklärt warum Eingangsfiguren in der Regel frontal gearbeitet werden — sie sind auf den ankommenden Blick hin ausgerichtet, nicht auf Rundumbetrachtung. Der Besucher sieht die Figur einmal, beim Näherkommen, und dieser Moment entscheidet den ersten Eindruck des gesamten Hauses.

Einsatzbereiche

Neben der Haustür auf einer erhöhten Stufe wirkt die Figur auf Augenhöhe des Eintretenden — das ist die klassische Platzierung für mittlere bis größere Figuren. Unter einem Vordach, seitlich zwischen Tür und Hauswand, bleibt sie trocken und wirkt gerahmt. Auf einem niedrigen Sockel neben dem Eingangsweg setzt die Figur ein Zeichen bereits bevor der Besucher die Tür erreicht. Paare gleicher Figuren links und rechts der Tür greifen das Tor-Motiv der antiken Vorbilder auf.

Hinweise zur Pflege von Kunstharz-Figuren finden sich in den Pflegetipps.

Weitere Figuren im Lexikon

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